Staub ist böse!

Das Video zeigt es eindeutig: Staub ist böse! Aber warum? Was ist Staub eigentlich und woher kommt er?

Staub besteht zum Großteil aus recht unappetitlichen und potenziell gesundheitsgefährlichen Stoffen. Das hat eine Studie ergeben, die in der Zeitschrift “Environmental Science & Technology” veröffentlicht wurde. Demnach besteht Hausstaub u.a. aus abgestorbenen Hautzellen, Fasern aus Teppichen oder Möbeln, Lebensmittelresten, Haaren von Haustieren, Teilen von Insekten, Milben, Pollen & Bodenpartikeln, die mit den Schuhen ins Haus gebracht werden sowie Feinstaub und anderen organischen und anorganischen Verbindungen, die z.T. auch gesundheitsschädlich sein können, wie z.B. Allergene oder krebserregende Stoffe wie Blei, Arsen oder Insektizide.

Der Staub kommt zum Großteil von außerhalb in unsere Wohnungen. Entweder weil wir die Bestandteile mit unseren Schuhen ins Haus tragen, oder durch Ritzen sowie offene Fenster und Türen. Durch unsere Bewegungen werden die einzelnen Stoffe in den Wohnräumen aufgewirbelt und verteilt. Und so legt sich der Staub schließlich überall nieder, auf dem Boden und Teppich, auf unseren Möbeln und Einrichtungsgegenständen und fügt sich zu grauen Flusen und Wollmäusen zusammen, die sich vor allem in Ecken und unter den Möbeln ansammeln.

Aus diesem Grund sollte man seine Wohnung immer schön sauber halten. Denn Staub sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch krank machen. Wer eine Hausstaub- oder Tierhaarallergie hat, wird davon ein Lied singen können. Am geeignetsten zur Entfernung des Staubs ist immer noch der Staubsauger. Auf dieser Seite sollen die besten Staubsauger und Testsieger in verschiedenen Kategorien vorgestellt werden.

Inhaltsverzeichnis von www.staubsauger-testsieger.org

Wie funktionieren Staubsauger?

Staubsauger, egal ob mit Beutel oder ohne, funktionieren immer nach dem gleichen Prinzip. Mithilfe eines Gebläse-Motors wird ein Unterdruck erzeugt, der Hausstaub und andere Schmutzpartikel über ein Saugrohr in den Gerätekorpus befördert. Mittels verschiedener Filter wird der Luftstrom von Staub und Dreck befreit und wieder ausgeblasen. Die Schmutzteilchen landen schließlich in einem luftdurchlässigen Beutel, der nicht nur als Auffangbehälter für den Schmutz dient, sondern auch als Filter für die angesaugte Luft. Bei beutellosen Staubsaugern landen die Staubpartikel in einem Schmutzauffangfach, nachdem der Luftstrom durch entsprechende Luftführung in Rotation gebracht und die groben Schmutzteile durch die Fliehkraft nach außen in eben jenen Behälter gedrückt wurden.

Kleinere Partikel bleiben in einem Papierzentralfilter hängen, der regelmäßig gereinigt werden muss, um Saugkraftverlust durch Verstopfung zu vermeiden. Beim Multizyklonsauger kann auf den Zentralfilter verzichtet werden. Hierbei erreicht die Luft durch zusätzliche kleinere Zyklone eine noch höhere Rotationsgeschwindigkeit, wodurch auch kleinere Schmutzteilchen im Behälter landen. Die vorgereinigte Luft wird zuletzt noch zur Abscheidung von Feinstaub durch einen Schwebstofffilter nach außen abgeführt.

Kann eine Spinne aus dem Staubsauger klettern?

Ein Staubsauger scheint dank seines langen Saugrohres für viele ein probates Mittel, um sich unliebsamer Insekten zu entledigen. Vor allem Spinnen müssen immer wieder dran glauben und werden mit dem verlängerten Arm in die ewigen Jagdgründe geschickt. Doch werden sie das wirklich? Sterben Spinnen im Staubsauger oder können sie doch wieder rauskrabbeln?

Die Antwort ist: kaum eine Spinne überlebt die heftigen Kräfte, die beim Aufsaugen auf sie wirkt. Ein Staubsauger zieht die kleinen (oder großen) Krabbelviecher mit einer Geschwindigkeit von 100 – 140 Stundenkilometern innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde ein. Mit eben dieser Soggeschwindigkeit wird das Insekt durch den gekrümmten Schlauch umhergeschleudert und prallt dann mit voller Wucht auf die in den meisten Staubsaugern befindliche Rückschlagsicherung. Das dadurch verursachte Schleudertrauma führt in der Regel zum Tod der Spinne.

Doch selbst wenn das Tier es lebend bis ins Innere des Staubbeutels oder Auffangbehälters schafft, stehen die Überlebenschancen nicht gut. Aufgrund des engen Geflechts aus Staub, Haaren und anderen Schmutzpartikeln bleibt den Tieren kaum Luft zum Atmen. Sie werden in der Regel schon nach kurzer Zeit ersticken.

Doch was, wenn die Spinne in einem (fast) leeren Beutel landet und somit noch genügend Sauerstoffreserven übrig sind? Auch in diesem Fall wird das Tierchen kaum mit dem Leben davon kommen. Denn durch das fortlaufende Einsaugen harter Partikel wie etwa kleiner Steinchen sieht sich das Insekt einem ständigen Beschuss ausgesetzt, den nicht mal Spiderman überleben würde.

Und selbst wenn: Zu guter letzt müsste die oben bereits angesprochene Rückschlagsicherung (in der Regel in der Form einer Gummilippe) überwunden werden, bevor das Tier wieder aus dem Saugrohr rauskrabbeln könnte. Auch dies erscheint reichlich unwahrscheinlich. Und neuere Modelle verfügen über ein sogenanntes Hygieneventil, wo ebenfalls kein Durchkommen ist.

Wer also auf Nummer sicher gehen will, der sollte nach dem Aufsaugen der Spinne seinen Fußabtreter absaugen, auf dem sich sicherlich das ein oder andere Steinchen befindet. Ansonsten tuts auch Reis oder trockene Erbsen. Diesen Schrotflintenbeschuss überlebt das Krabbeltier in keinem Fall. Und auch ein Expertentipp von Miele soll nicht unerwähnt bleiben. So kann man das Schicksal der Spinne selbst in die Hand nehmen, indem man vom Staubsauger die Bodendüse abnimmt und dann bei laufendem Betrieb mehrmals das Saugrohr mit der Hand verschließt. Dann entsteht nämlich ein Unterdruck, der selbst der widerstandsfähigste Spinne den Rest gibt.

Nicht unerwähnt soll aber bleiben, dass all diese Methoden sehr brutal und grausam sind. Zudem sind Spinnen in der Tat äußerst nützliche Tiere, die unliebsame Mücken, Fliegen, Motten und Blattläuse auf dem Speiseplan haben. In Anbetracht der Tatsache, dass es in Europa keine Spinnenart gibt, die tatsächlich gefährlich für uns Menschen ist, tut es doch auch ein Glas und eine Postkarte, oder?! Und wer die unliebsamen Gäste lieber auf Abstand hält, kann alternativ zum Staubsauger immer noch zum Spinnenfänger greifen.

Impressum